Wahrscheinlich hat sich jeder schon einmal gefragt, wie es zum Urknall kommen konnte oder warum man bei der Telekom-Hotline immer scheitert, und ob diese beiden Phänomene vielleicht etwas miteinander zu tun haben. Wenn ihr euch das gefragt habt, so könnt ihr jetzt jubilieren, denn ich habe die Antwort.
Vorab aber eine kleine Fingerübung: Jeder kennt wahrscheinlich das Konzept der Holons, also die Idee das etwas, was ein Ganzes ist, Teil eines größeren Ganzen sein kann, und das ein Teil auch ein Ganzes sein kann, nämlich von anderen Teilen. Wir sind beispielsweise alle Teile dieses Universums, und doch auch ein Ganzes, das Blut, Knochen, Organe und manchmal sogar Gedanken und Vorstellungen enthält. Das Konzept der Holons wurde von Arthur Koestler geformt und z.B. von Ken Wilber häufig genutzt, nur um mal den 23. Schopenhauer’schen rhetorischen Trick anzuwenden, der darin besteht, möglichst viele Autoritäten zu nennen.
OK. Wir sind alle Teile dieses Universums, welches in diesem Sinne als ein Ganzes durchgeht. Und wir werden sicher nicht darüber streiten, dass sich das Universum vor 14 Milliarden Jahren mal auf einen ganz kleinen Punkt fokussierte. Aus diesem Punkt ist alles entstanden, was es gibt, selbst die seltsame Telekom-Hotline.
Bleiben wir aber der Idee des Holons treu, muss dieser kleine Punkt, oder auch das Universum, wie es jetzt Gestalt angenommen hat, Teil von etwas größerem Sein, einem größeren Ganzen.
Häh?
Wenn wir davon ausgehen, dass Nichts oder GEIST oder was auch immer das war, was vor dem Big Bang war, hilft uns dies überhaupt nicht weiter zu erklären, wie aus Nichts (oder GEIST) ein materielles Universum entstand. Wenn wir aber annehmen, dass das Universum Teil von etwas anderem, etwas Größerem ist, wird es plötzlich alles ganz einfach.
Doch was könnte dieses größere Ganze sein? Keine Ahnung. Aber zum Zwecke des Arguments nehmen wir einfach mal an, das Universum Teil eines Traumes oder eine Psyche irgendeines Wesens ist, und das sich dieses Wesen entscheiden hat, den Gedanken ‚Universum’ zu denken, so wie wir ‚Telekom-Hotline’ denken.
Ganz einfach, siehst Du? Möglicherweise handelt es sich bei diesem Typen um irgendsoeinen Sadisten in einem Metauniversum, dem es eine perverse Freude bereitet, sich Irrgärten von Telefon-Hotline-Programmen auszudenken.
Versuch mich mal zu widerlegen, bitch.

27/09/2008 at 20:14 Permalink
Der Artikel hat nett angefangen, ging aber letztendlich nicht über die pseudointellektuellen Ergüsse eines R. A. Wilsons hinaus.
Die anderen Artikel sind aber ok.