Exodus

Wie es ausschaut, war Moses ziemlich breit, als er die 10 Gebote ‚empfing‘.

Diese These vertritt zumindest Benny Shanon, Professor der Kognitionspsychologie der Universität in Jerusalem, und dies nicht nur, weil zwei unterschiedliche Halluzinogene (psychotrope Substanzen) in der Negev-Wüste und beim Berg Sinai zu Hause sind, sondern weil die Bibel von Passagen strotzt, die ihn an Ayuhasca-Erfahrung erinnern, die er selbst im Amazonasgebiet gemacht hatte.

Folgt man Professor Shanon, spielten Halluzinogene eine bedeutende Rolle bei den israelitischen Riten in biblischen Zeiten. Er argumentiert, dass die im Exodus-Kapitel beschriebenen Phänomene (laute Trompeten, die Stimme Gottes, Blitz und Donner, der Busch der brennt, aber nicht verbrennt) ziemlich den religiösen und spirituellen Erfahrungen von Leuten ähneln, die solche Drogen zu sich genommen haben. Geht es also nach Shanon, ist jenes Wertsystem, dass die westliche Kultur mehr als jedes andere geprägt hat, nämlich die 10 Gebote, das Resultat … von spirituellen Einweihungsriten. (Einweihungsriten, die meist den Zweck hatten, den Initianten daran zu gewöhnen, dass Bewusstseinsprozesse dem steten Wandel unterliegen und es kein ‚starres Ego‘ gibt.)

Basierend auf Shannons Forschungen frage ich mich, wann die Regierung (deren Wertsystem u.a. auf diesen Riten und Drogenerfahrungen basiert) beginnt, das Verbot für Psylocibin, LSD, Ayuahasca, Marihuana etc. aufzuheben und diese Substanzen für wissenschaftliche und spirituelle Forschung erlaubt.

(Zusatz 1: Dr. Francis Crick hat übrigens schon mehrfach in Interviews zugegeben, dass er zu der Zeit sehr stark mit LSD experimentiert hat, als er die Struktur der DNS Spirale herausfand - sprich ‚empfing‘. Und kann sich irgendjemand unsere Kultur vorstellen, ohne die Errungenschaften, die mit dem Wandel in Francis Bewusstsein einhergingen (Gentechnik, Medizinische Versorgung etc?)

(Zusatz 2: Das hauptsächliche Missverständnis, das es in Bezug auf Drogen wie LSD gibt ist, dass es Bewusstseinsveränderungen erzeugt. Das tut es aber nicht. Halluzinogene sind wie Katalysatoren. Sie verstärken nur das, was eh schon da ist.)

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2 Comments on "Exodus"

  1. admin
    Michael Gehrmann
    22/08/2008 at 00:15 Permalink

    Timothy Leary hat hingegen die These vertreten, dass nicht Moses breit war, sondern im Gegenteil ein Spielverderber, der den Hebräern das Tanzen ums goldene Kalb hauptsächlich deshalb verboten hat, weil auf den Kuhfladen Psylocibin Pilze wuchsen, die sich die Juden eingefahren haben, um dann, angetörnt, um ein Kalb aus Gold zu tanzen. Jedenfalls waren die Hebräer nicht die einzigen, die in der Antike psychoaktive Drogen genossen haben. Bei den griechischen eleusinischen Mysterien z.B.kamen Mutterkornderivate zum Einsatz, von denen Albert Hoffmann annimmt, dass sie dem von ihm entdeckten LSD vergleichbar waren vgl. A. Hoffmann “LSD- mein Sorgenkind”.

  2. admin
    johnny
    30/12/2008 at 12:07 Permalink

    K7LMah Thanks for good post

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